Ich praktiziere in Köln Schamanismus in der nepalesischen Tradition, die ich direkt von meinem Lehrer Kedar Upreti in Kathmandu gelernt habe. Die Arbeit verbindet eine persönliche Lehrerlinie mit den fünf Elementen, Mantren, Ahnenbezug, Ritualen und der Verbindung zur spirituellen Welt.
Seit 2020 werde ich von ihm ausgebildet und reise regelmäßig nach Nepal, um meine Praxis zu vertiefen. Die persönliche Beziehung zu meinem Lehrer ist für mich ein wesentlicher Teil dieser Arbeit. Tradition bedeutet für mich nicht, einzelne Techniken zu übernehmen, sondern Rituale, Mantren, ethische Regeln und spirituelle Zusammenhänge innerhalb ihres überlieferten Kontextes in schamanischen Sitzungen anzuwenden.
Was ist nepalesischer Schamanismus?
Nepal besitzt unterschiedliche regionale, familiäre und spirituelle Traditionen. Je nach Region in Nepal werden Schamanen als Jhakri (oder Dhami) bezeichnet. Sie nehmen in ihren Gemeinschaften eine vielseitige Rolle als spirituelle Experten, Seelenführer, Kräuterkundige und Bewahrer der natürlichen Ordnung ein. Die Berufung zum Jhakri erfolgt meist nicht freiwillig, sondern durch Träume, Zeichen oder die mythologische Entführung durch den Ban Jhakri, den Waldgeist der Himalaya-Wälder, der Anwärter in die Geheimnisse der Natur- und Heilkunst einweist.
Der nepalesische Schamanismus ist tief im urzeitlichen Animismus verankert in dem Glauben, dass Felsen, Flüsse, Bäume und Berge beseelt sind. Er verschmilzt Elemente der buddhistischen Bön-Religion mit tantrischen Techniken, Mantras und vedischen Einflüssen.

Insbesondere die Kombination aus Mantra und Gottheiten spiegelt den Einfluss des Tantra wieder im nepalesischen Schamanismus. Die Einbindung von Daikinis, Geistern und lokalen spirituellen Helfern wird in Kathmandu durch Verehrung in Tempeln bis heute aufrecht erhalten. Hinzu kommen dann Prinzipien des universalen Tantra durch Seele, Nadis und dem Universum als bewusste Einheit. In den Ritualen selber kommen dann die fünf Elemente zusammen und werden energetisch aufgeladen durch den Einsatz von Mantra.
Die Besonderheiten der von mir erlernten Tradition
Der nepalesische Schamanismus gehört zu den ältesten praktizierten Heil- und Geisttraditionen der Himalaya-Region. Er unterscheidet sich durch seine spezifische Symbolik, Ritualwerkzeuge und Philosophie deutlich von westlichen oder südamerikanischen Ansätzen.
Direkte Lehrerlinie
Meine Praxis basiert auf der direkten Ausbildung bei Kedar Upreti in Kathmandu. Ich lerne Rituale nicht ausschließlich aus Büchern oder Seminaren, sondern in der persönlichen Begleitung durch meinen Lehrer. Dies entspricht der Tradition des Gurukul bei dem Wissen nur durch direkte Vermittlung ihre Kraft erhält. Die regelmäßige Rückkehr nach Nepal hilft mir, Fragen zu klären, meine Praxis zu überprüfen und neue Schritte erst dann zu gehen, wenn sie innerhalb meiner Ausbildung vorgesehen sind.
Die fünf Elemente
Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther beziehungsweise Raum spielen eine zentrale Rolle. Die Elemente sind Teil von Ritualen, Opfergaben, Gebeten und der spirituellen Betrachtung eines Anliegens. In der erlernten Tradition können die Elemente Hinweise darauf geben, welche Qualität gestärkt oder neu ausgerichtet werden soll.
Mantren und ritueller Klang
Mantren dienen dazu Konzentration und Energie auszurichten und eine Verbindung zur spirituellen Ebene herzustellen. Sie gehören zu bestimmten Ritualen des buddhistischen und hinduistischen Tantra. Auch Rhythmus, Stimme und wiederholter Klang können Teil einer Sitzung sein. Mantra besitzt neben dem rituellen Kontext auch eine äußere Wirkung.

Ahnen, Planeten, Naturwesen und spirituelle Beziehungen
In der nepalesischen Tradition werden Menschen nicht als von ihrer Umgebung getrennt betrachtet. Beziehungen zu Familie, Planeten, Ahnen, Natur, Orten und spirituellen Wesen sind im Zusammenspiel Teil der schamanischen Betrachtung.
Opfergaben und Feuer
Zu vielen Ritualen gehören einfache natürliche Materialien wie Wasser, Reis, Blumen, Früchte, Räucherwerk oder Feuer. Opfergaben sind dabei kein Handel mit der spirituellen Welt. Sie drücken Respekt, Dankbarkeit, Verbindung und eine bewusste Absicht aus. Welche Materialien verwendet werden, hängt vom jeweiligen Ritual und Anliegen ab.
Nepalesischer Schamanismus und moderne schamanische Ansätze

Viele moderne Ansätze vermitteln einzelne kulturübergreifende Methoden, beispielsweise Trommelreisen, Krafttierarbeit oder visualisierte Reisen. Meine Praxis ist stärker an eine konkrete Lehrerlinie, bestimmte Mantren, Opfergaben, spirituelle Beziehungen und festgelegte rituelle Abläufe gebunden. Hier findest du mehr über mich.
Schamanische Arbeit in Köln
Die schamanische Energiearbeit umfasst ein differenziertes Spektrum an Interventionen, die je nach individueller Problemstellung zum Einsatz kommen. Mehr Informationen findest auf meiner Seite für schamanische Sitzung in Köln oder schreibe mich gerne über das Kontaktformular an. In meiner Praxis in Köln oder vor Ort können bis zu fünf Personen gleichzeitig an einer Sitzung teilnehmen.
FAQ
Was bedeutet Jhakri?
Jhakri ist eine in Nepal gebräuchliche Bezeichnung für schamanisch arbeitende Menschen. Bedeutung, Aufgaben und Arbeitsweise können sich je nach Region, Gemeinschaft und Lehrerlinie unterscheiden.
Was ist ein Dhami?
Dhami ist ebenfalls eine Bezeichnung, die in verschiedenen Regionen Nepals für religiöse oder spirituelle Spezialisten verwendet wird. Die Begriffe Jhakri und Dhami sind nicht in jeder Tradition vollständig
gleichbedeutend.
Was unterscheidet nepalesischen Schamanismus von Core-Schamanismus?
Nepalesischer Schamanismus ist an konkrete regionale und familiäre Traditionen, Lehrerbeziehungen, Mantren, Opfergaben und Rituale gebunden. Core-Schamanismus ist dagegen ein moderner, kulturübergreifender Ansatz, der ausgewählte Methoden verschiedener Traditionen zusammenführt.
Welche Rolle spielen die fünf Elemente?
Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther beziehungsweise Raum werden als grundlegende spirituelle Qualitäten betrachtet. Sie können in Gebeten, Ritualen, Opfergaben und der symbolischen Einordnung eines Anliegens eine Rolle spielen.
