Was ist ein Schamane?
Ein Schamane ist ein spiritueller Heiler, der als Mittler zwischen der sichtbaren und der unsichtbaren Welt wirkt. Schamanen begleiten die Menschheit über viele Jahrhunderte und Kulturen hinweg. Man vermutet, dass der Begriff Schamane selbst entweder aus dem Sanskrit stammt (Sramana) oder aus den Sprachen Sibiriens. Eine andere Deutung sieht die Wurzel des Wortes in saman, was so viel wie „wissen“ bedeutet und auf die universale Weisheit eines Schamanen hinweist.
Es ist wichtig zu verstehen, dass der Begriff Schamane und die Praxis des Schamanismus oft sehr breit und vielfältig ausgelegt werden. Es gibt tatsächlich keine einzelne und universelle Definition.
Die ersten Schamanen lebten in der Natur
Die Wurzel des Schamanismus ist die Natur. Die ersten Schamanen lernten alles durch die Energien der Natur. Grundlage für den Schamanismus ist daher ein animistisches Weltbild. Der Glaube, dass alle Dinge der Natur – Berge, Flüsse, Pflanzen, Steine – beseelt sind oder der Wohnsitz von Spirits sind. Diese Weltanschauung erlaubt die Vorstellung, dass:
- Seelenreisen als Heilmethode möglich sind
- Der Schamane als Vermittler zwischen irdischer und Geisterwelt fungiert
- Menschen persönliche Beziehungen mit Objekten, Tieren und Gottheiten eingehen können
In vielen Zivilisationen ist die Sonne eine Gottheit und wird verehrt. Diese Verbindung und der Respekt zur Sonne, macht sie zum Beispiel zu einem Verbündeten, während der schamanischen Ritualen. Somit können wir Energien die uns nahe stehen mit einbinden und deren Kraft nutzen.
Für den logischen Geist ist es nicht nachvollziehbar mit einer Gottheit in Kontakt zu treten. Genau hier entsteht die Schwelle zum Schamanismus, wo wir den Bereich von Logik und Vernunft verlassen.
Das Konzept der drei Welten
In vielen schamanischen Traditionen wird daher von drei miteinander verbundenen Welten ausgegangen:
- Die Unterwelt: Reich der Ahnen, Krafttiere und Naturgeister
- Die Mittelwelt: Unsere alltägliche physische Realität
- Die Oberwelt: Bereich der hohen spirituellen Lehrer und göttlichen Energien
Moderner vs. traditioneller Schamanismus

Traditioneller Schamanismus
Ist eng mit der Lebenswelt der jeweiligen Region verbunden, also eine Bindung an die jeweilige Sprache, Kultur und Götter. Die Rituale und Techniken folgen daher einer oftmals familiären Tradition mit ganz eigenen Geheimnissen und Anpassungen. Dabei werden zusätzlich die Ahnen mit eingebunden. Es ist aber trotzdem möglich das ein Außenstehender in diese Tradition eintritt wenn aus der spirituellen Welt die Erlaubnis erteilt wird. Der traditionelle Schamanismus beinhaltet strengere Regeln und kulturell geprägte Techniken deren Geheimnisse nur an enge Mitglieder der Gemeinschaft und Familie vorbehalten ist.
Moderner Schamanismus
Dieser adaptiert alte Weisheiten für Menschen in westlichen Gesellschaften. Dabei werden die Überschneidungen verschiedener Techniken zusammengefasst und vereinfacht, um sie zugänglicher zu machen. Verschiedene Traditionen werden hier integriert. Der Fokus liegt unter anderem auch auf der Heilung von zivilisationsbedingten Problemen.
Die Funktionen eines Schamanen
Traditionell übernimmt ein Schamane vielfältige Rollen, die weit über die reine Heilung hinausgingen. Ein Schamane ist Teil einer Gemeinschaft und hat viele praktische Aufgaben. Früher lebten wir Menschen in kleineren, naturverbundenen Gemeinschaften. In diesen Dörfern oder Clans hatte der Schamane eine zentrale Rolle. Nicht nur als Heiler, sondern auch als Vermittler zwischen der sichtbaren und unsichtbaren Welt. Er war außerdem für die Psyche der Gemeinschaft verantwortlich.
Als „spiritueller Führer“ der Gemeinschaft:
- Heiler für körperliche und seelische Leiden
- Wahrsager und Traumdeuter für wichtige Entscheidungen
- Totengeleiter beim Übergang ins Jenseits
- Zeremonienleiter bei wichtigen Ritualen
- Wiederherstellung des Gleichgewichts zwischen Mensch, Natur und Geist
- Kontakt zu Ahnengeistern, Naturgeistern, Elementarkräften und spirituellen Helfern
- Schutz vor negativen Einflüssen und Flüchen
Der Schamane in traditionellen Gemeinschaften
Wichtig ist auch zu betonen, dass Schamanismus keine reine Männersache ist, auch Frauen und Menschen jeden Geschlechts können Schamanen sein und diese bedeutende Rolle ausfüllen. Selbst in Nordeuropa, vor der Verbreitung des Christentums, hatten oft weibliche Schamanen eine zentrale Rolle. In Europa kennen wir Druiden der Kelten und Germanen.
Ein Schamane ist Teil einer Gemeinschaft
Der Schamane heilt Krankheiten durch Rituale, Energiearbeit oder pflanzliche Medizin. Er berät bei wichtigen Entscheidungen, führt Zeremonien durch, segnet das Land oder unterstützt die Jagd durch spirituelle Führung. Ein bekanntes Beispiel ist der Regentanz der Indianer, der durchgeführt wird, wenn die Ernte ausbleibt.
Oder er reist geistig in andere Welten, um herauszufinden, wo sich neue Jagdgebiete befinden können. Die Arbeit als Schamane hat daher nichts abgehobenes, sondern ist für das Leben in einer Gemeinschaft ausgerichtet und den praktischen Nutzen für den Menschen.

Der Schamane in der heutigen Zeit

Die traditionellen Gemeinschaften in der Natur existieren heute kaum noch und damit hat sich auch die Rolle des Schamanen verändert. Statt im Dorf präsent zu sein, wird ein Schamane heute wie ein spiritueller Therapeut oder Heiler aufgesucht. Menschen kommen mit bestimmten Anliegen und erwarten meist eine konkrete Lösung.
Dabei hat sich die schamanische Arbeit an sich nicht verändert. Der Schamane arbeitet nach wie vor mit den spirituellen Kräften, führt Rituale durch und nutzt seine Verbindung zu anderen Welten, um Heilung und Erkenntnis zu bringen.
Verbindung zur spirituellen Welt
Der Schamane arbeitet mit spirituellen Kräften und taucht dazu in andere Welten ein, um unsichtbare Energien nutzbar zu machen. Dies geschieht oft, indem er sich in einen Trancezustand oder Ekstase begibt, der durch wiederholende, monotone Klänge wie das Schlagen einer Trommel, Summen oder die Geräusche der Natur unterstützt wird.
In diesem besonderen Bewusstseinszustand kann der Schamane Kontakt zu Ahnen aufnehmen, Geistwesen begegnen oder negative Energien und Schwingungen klären, um Blockaden zu lösen und Heilungsprozesse anzustoßen.
Was ein Schamane heutzutage beiträgt

Ein Schamane kann in der modernen Welt folgende schamanische Angebote machen:
- Energetische Reinigung (Aura, Chakren, Räume)
- Seelenrückholung (Heilung von Traumata und Seelenverlust)
- Auflösung von Flüchen, karmischen Belastungen und alten Verträgen
- Ahnenarbeit und Verbindung zur geistigen Welt
- Heilrituale mit Mantren, Feuer, Wasser oder Pflanzen
- Spirituelle Beratung bei Lebenskrisen, Krankheiten oder Beziehungskonflikten
- Zeremonien mit Pflanzen und Psychedelika
Trancezustände und schamanische Reisen
Schamanische Ekstase: Ein zentrales Element ist die Fähigkeit des Schamanen, in veränderte Bewusstseinszustände einzutreten. Die Forschung unterscheidet zwischen passiver Ekstase (der „Seelenflug“ zu den Geistern) und aktiver Ekstase (Geister „fahren“ in den Schamanen ein).
Schamanische Reise: Dabei verlässt die Seele symbolisch den Körper und reist in andere Welten – die Oberwelt, Mittelwelt oder Unterwelt – um Weisheit und Heilung zu finden. Diese Reisen können mit Hilfe von Trommeln, Rasseln, Gesängen oder Tanz eingeleitet werden.
Die Rolle der Krafttiere: In vielen schamanischen Traditionen werden diese Reisen von spirituellen Begleitern – den Krafttieren oder Totemtieren – unterstützt. Diese Tiergeister dienen als Führer durch die Geisterwelten und als Beschützer während der spirituellen Arbeit.
Tradition und Moderne

Die beste Lösung ist oft die Kombination von moderner Medizin und schamanischer Heilkunst. Der Schamane arbeitet auf der spirituellen Ebene, während ein Arzt oder Therapeut den Körper oder die Psyche mit wissenschaftlichen Mitteln unterstützt. Beide Sichtweisen können sich wunderbar ergänzen.
Generell empfiehlt es sich verschiedene Diagnosen und Sichtweisen zur Rate zu ziehen. In der Tradition aus Nepal wird keine Gegenleistung verlangt für eine Heilung, da die Schamanen als normale Bauern bereits ein Einkommen besaßen. Das macht es auch mögliche ohne gegenseitige karmische Belastung, die Heilung durchzuführen.
Ein nützlicherer Begriff für einige moderne Praktiken ist der des „Neoschamanismus“. Dieser bezieht sich nicht unbedingt auf die Interaktion mit einer Geisterwelt oder die tiefe kulturelle Verankerung des traditionellen Schamanismus. Dabei ist Tradition und die Verbindung zur spirituellen Welt maßgeblich um ein Schamane zu sein. Es ist nichts falsch daran, dieses Wissen in den Alltag zu integrieren. Ein Schamane ist jemand mit einer Verbindung zur spirituellen Welt und nur dort wird dies entschieden.
Heutzutage gibt es aber überall den Trend schnelle Ergebnisse zu erzielen und den Weg der Tradition zu verlassen. Dabei unterstützt Tradition durch Regeln, Rituale und eine eigene Sprache die Fähigkeiten eines Schamanen.
Die Berufung zum Schamanen
Schamanismus ist keine Karriere, die man einfach wählt. Es ist eine Berufung, die oft durch besondere Lebenserfahrungen, spirituelle Krisen oder außergewöhnliche Sensitivität entsteht. Viele Schamanen berichten von prägenden Erlebnissen, die sie auf diesen Weg geführt haben. Aber auch hier will ich darauf hinweisen, das jede schamanische Tätigkeit welche mit Liebe und Ehrlichkeit ausgeführt wird, ihren Platz in dieser Welt hat.
Wie du einen seriösen Schamanen erkennen
- Traditionelle Ausbildung: Fragen Sie nach der Ausbildung und Linie des Schamanen
- Bescheidenheit: Seriöse Schamanen versprechen keine Wunder und arbeiten mit Demut
- Transparenz: Ein guter Schamane erklärt seine Methoden und ist offen für Fragen
- Ethik: Arbeitet zum Wohl des Klienten, nicht für den eigenen Profit
- Integration: Verbindet traditionelle Methoden mit Verständnis für die moderne Welt
Warnsignale unseriöser Anbieter
- Übertriebene Heilungsversprechen
- Sehr hohe, feste Preise
- Druck zum Kauf weiterer Sitzungen
- Isolation von Familie und Freunden
- Abhängigkeiten schaffen
Der Ablauf einer schamanischen Sitzung
Persönliche Sitzungen in Köln
Bei mir können bis zu fünf Personen gleichzeitig an einer Sitzung teilnehmen. Der Ablauf ist individuell, aber folgt meist diesem Schema:
- Vorgespräch: Klärung des Anliegens und der aktuellen Situation
- Energetische Diagnose: Erspüren der Blockaden und Themen
- Rituelle Heilarbeit: Mit Mantren, Elementen und traditionellen Techniken
- Integration: Besprechen der Erfahrungen und weiterer Schritte
Warum ich auf Spendenbasis arbeite
In der Tradition aus Nepal wird keine Gegenleistung verlangt für eine Heilung, da die Schamanen als normale Bauern bereits ein Einkommen besaßen. Das macht es möglich, ohne gegenseitige karmische Belastung die Heilung durchzuführen. Diese Grundhaltung der Großzügigkeit lebe ich auch hier in Köln: Da ich neben meinem Hauptberuf als Schamane wirke, biete ich meine Heilarbeit auf Spendenbasis an.
Auch Hausbesuche möglich
Wenn eine persönliche Anreise nach Köln nicht möglich ist, komme ich auch gerne zu dir – die Reisekosten werden dabei erstattet. Ich besitze aber auch ein Deutschlandticket 🙂 Namaste
