
Folgender Text bezieht sich auf meinen Weg und meine persönlichen Erfahrungen. Mein Name ist Sven Horn, ich bin Schamane und habe die Kunst der schamanischen Heilung in Kathmandu bei Kedar Upreti erlernt. Der nepalesische Schamanismus ist tief mit der Natur, den Ahnen und der spirituellen Welt verbunden. In diesem Beitrag möchte ich meine Erfahrungen und das Wissen über diese besondere Form des Schamanismus mit dir teilen.
Was ist ein Schamane?
Ein Schamane ist eine Person, die durch spezielle Techniken und Rituale in veränderte Bewusstseinszustände eintreten kann, um mit der spirituellen Welt zu kommunizieren. Dabei spielt es eine wesentliche Rolle, dass der Schamane nicht nur als Heiler, sondern auch als Mittler zwischen der physischen und der geistigen Welt agiert. Die Verbindung zur spirituellen Welt ist essenziell, um als Schamane wirken zu können.
Diese Verbindung kann in verschiedenen Traditionen und Kulturen auf unterschiedliche Weise hergestellt werden – durch Trommeln, Gesänge, Meditation, den Einsatz von Heilpflanzen oder andere spirituelle Techniken. Die Art und Weise, wie ein Schamane arbeitet, hängt stark von seiner Ausbildung, seinem kulturellen Hintergrund und seinen persönlichen Erfahrungen ab. Der Aspekt der Heilung steht aber meistens im Vordergrund.
Der nepalesische Schamanismus

Der nepalesische Schamanismus, ist eine der ältesten spirituellen Heilmethoden im Himalaya. In Nepal sind Schamanen hoch angesehen, da sie als Vermittler zwischen der physischen Welt und der Welt der Geister gelten. Die schamanische Praxis in Nepal basiert auf der Verbindung zu den Ahnen, Naturgeistern und Gottheiten. Dabei spielen Trommelklänge, Mantras und energetische Heilmethoden eine zentrale Rolle. Der Einsatz von tantrischen Techniken wie Mantra und Kundalini Energie, ist ein spezielles Merkmal dieser Tradition.
Ich hatte die Ehre, mein Wissen über diese tief verwurzelte spirituelle Tradition bei Kedar Upreti, einem angesehenen Schamanen in Kathmandu, zu erlernen. Besonders beeindruckend war für mich die tiefe Gastfreundschaft, die den Besuchern entgegengebracht wurde. In der traditionellen nepalesischen Schamanenkultur wurden Heilungen unabhängig von Geld durchgeführt – die Menschen kamen mit ihren Anliegen, und der Schamane half ihnen ohne eine feste Bezahlung.
Respekt vor der Natur
Oft blieben die Hilfesuchenden über Nacht oder sogar mehrere Tage und wurden mit großer Wärme und Fürsorge empfangen. Dies war dadurch möglich, dass Schamanen einer normalen Tätigkeit nachgingen und nicht auf das Einkommen als Schamane angewiesen waren. Dies führt außerdem auch zu einer befreiten Handlung im Zusammen wirken mit Gottheiten, deren Verbindung zu uns Menschen kein Geschäft darstellten sollte, sondern aus Respekt geschieht.
Der tiefe Respekt vor anderen Menschen, deren Ansichten, sowie vor Gottheiten und der Natur, ist maßgeblich im Schamanismus. Schamanen wissen, das sie nur in Zusammenarbeit mit anderen Energien wirken können. Als Mensch mit diesen Energien in Kontakt zu treten, ist nicht nur eine große Ehre, sondern es bedarf im Glaube der Nepalesen eines reinen Herzens, damit diese Verbindung erfolgreich ist. Gleichzeitig ist es völlig okay einfach ein „Mensch“ zu sein, mit Vorlieben, Begierden und Fehlern, solange wir unser Bestes geben.
Die Aufgaben eines Schamanen

Obwohl die genauen Aufgaben eines Schamanen je nach Kultur und Tradition variieren können, lassen sich einige wesentliche Aspekte hervorheben. Einerseits dient der Schamane als Heiler, indem er körperliche und seelische Beschwerden lindert. Andererseits fungiert er als spiritueller Berater, der Menschen dabei hilft, ihren Lebensweg zu erkennen. Darüber hinaus übernimmt der Schamane oft die Rolle eines Sehers, der mit seinen Fähigkeiten zukünftige Ereignisse deuten kann. In Nepal ist es daher auch üblich das ein Schamane Astrologie hinzunimmt.
Früher war der Schamane die wichtigste Anlaufstelle in einem Dorf, wenn es um Heilung, spirituelle Beratung oder Schutz vor negativen Energien ging. Ob es um körperliche Beschwerden, seelische Probleme oder Rituale zur Harmonisierung der Gemeinschaft ging – die Menschen vertrauten auf die Weisheit und die spirituellen Fähigkeiten des Schamanen. Diese enge Verbindung zwischen Schamane und Gemeinschaft ist heutzutage größtenteils verloren gegangen.
Schamanische Rituale und Techniken im nepalesischen Schamanismus
Schamanen in Nepal nutzen eine Vielzahl an Ritualen und Techniken, um Heilung und spirituelle Erkenntnis zu ermöglichen. Besonders verbreitet sind die folgenden Methoden:
- Schamanische Reisen – Durch rhythmische Trommelschläge oder Mantras wird eine Trance herbeigeführt, die es ermöglicht, mit der spirituellen Welt zu kommunizieren.
- Rituale mit Opfergaben – In Nepal werden oft Räucherstäbchen, Reis, Blumen oder Früchte als Opfer im Feuer dargebracht.
- Energiearbeit mit Mantras – Mantren können für viele verschiedene Zwecke eingesetzt werden. um z.B. Disharmonien aufzulösen oder den Energiefluss im Körper zu harmonisieren.
- Ahnenarbeit – Die Verbindung mit den Vorfahren ist im nepalesischen Schamanismus essenziell. Unsere Ahnen können eine positiven Einfluss auf unser Leben haben, wenn wir diese Verbindung pflegen.
- Pflanzenmedizin und Heilkräuter – Natürliche Heilmittel spielen eine wichtige Rolle in der traditionellen schamanischen Heilkunst.
Schamanismus in der modernen Welt

In einer Welt, die von Stress, Hektik und Orientierungslosigkeit geprägt ist, suchen viele Menschen nach spiritueller Erfüllung und ganzheitlichen Heilmethoden. Genau hier setzt der nepalesische Schamane an, denn er bietet eine ergänzende Herangehensweise, die Körper, Geist und Seele gleichermaßen einbezieht.
Gleichzeitig verschwindet das Wissen und Vertrauen in die spirituelle Welt durch einen Anstieg von Logik und materieller Sichtweisen. Dieser Prozess findet sich auch wieder im Umgang mit der Natur im allgemeinen. Aus meiner persönlichen Sicht, durchläuft jede Zivilisation einen Kreislauf, bei dem die Verbindung zu unserem Ursprung stärker oder schwächer wird. Die Abkehr von der Natur ist daher weder bedauerlich noch erfreulich. Es ist der Kreislauf der Natur selber.
Persönlicher Alltag als Schamane
Als Schamane in der Tradition in Nepal, führe ich ein ganz normales Leben. In Nepal arbeiten Schamanen oftmals als Bauern und haben eine Familie. Ich selber gehe einer Arbeit nach und lebe ganz normal. Hinzukommt allerdings, dass ich täglich Rituale und Meditation durchführe, um die Verbindung zu den Heilerenergien aufrecht zu erhalten. Die schamanischen Heilungen erfordern oftmals Flexibilität, mentale Stärke und die Motivationen anderen helfen zu wollen. Ich habe in dieser Tradition allgemein einen wunderschönen Weg entdeckt, welchem ich mein Leben widme.
Falls du Interesse hast an einer schamanischen Heilung, kannst du mich gerne kontaktieren. Namaste!